Ein Schweizer Feuerwehrmann auf Amrum

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Was macht ein Schweizer Feuerwehrmann auf Amrum? Das ist schon etwas ungewöhnlich, denkt man, wenn die rot weisse Nationalflagge im Garten von Familie Ziegler in Nebel gehisst ist. Darüber weht natürlich die Friesen Flagge, denn Oliver Ziegler lebt mit seiner Frau Tatje und den Kindern Laura und Tim auf Amrum.

 

Seine insulare Geschichte fängt 1996 an, als er durch die Leidenschaft zum Windsurfen aus den Bergen der Schweiz nach Amrum kam. Er verliebte sich nicht nur in die kleine Nordseeinsel sondern hatte auch sein Herz an eine Insulanerin verloren, Tatje Tadsen. Nach einigem hin und her entschieden sich beide auf Amrum gemeinsam zu leben und zu heiraten.

 

Oliver Ziegler auf dem Weg zur Übung an einem Donnerstag

 

“Wie kamst du dann zur Feuerwehr?“, interessiert sich Amrum News. “Durch meinen Schwiegervater Benne Tadsen und den damaligen Ortswehrführer Nebel Gerd Tietze, die beiden gaben den Anstoß und schon war ich im Anwärterjahr. Es folgte die Ernennung zum Feuerwehrmann und Lehrgänge und Fortbildungen schlossen sich an…. vom Truppmann über den Maschinisten bis zum Atemschützer und seit 2015 bin ich Ortswehrführer in Nebel”, beschreibt er seinen Werdegang bei der Freiwilligen Feuerwehr im Schnelldurchlauf.

 

„Es war nie eine Frage nicht dabei zu sein, denn gerade durch die Kameradschaft in der Feuerwehr bekommt man insulare Kontakte und ist mit dabei, lernt schnell Amrumer kennen, hat eine tolle Gemeinschaft, tut etwas für Insel und für sich und andere“, berichtet er weiter. Es sei sehr schade, dass viele das heute nicht mehr sehen oder die Notwendigkeit verkennen. “Es ist so wichtig das Insulaner und Insulanerinnen im fitten Alter mit dabei sind. Wir leben hier nun einmal auf dieser wunderbaren Insel aber auch mit dieser Inselsituation, da ist es wichtig das wir uns gegenseitig helfen, denn auf jemand anderen können wir es nicht abwälzen, wir brauchen jede helfende Hand vor Ort.

 

Amtswehrübung…und „fast realen”Bedingungen üben

 

Wir haben hier natürlich auch die Problematik vieler Zweit-Wohnungsbesitzer die selten da sind. Umso wichtiger sind die Menschen, die hier leben für  die Freiwillige Feuerwehr.

 

Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat und ich würde mich über jede und jeden freuen, der Lust hat mit dabei zu sein”, sind seine motivierenden Worte, bevor er im Feuerwehrauto zur nächsten Übung düst.
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