Ivo Dwornik – mit dem Eigenheim kam auch der Einstieg bei der freiwilligen Feuerwehr…

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Mit Ivo Dwornik stellen wir heute im Rahmen der Kampagne der Amrumer Feuerwehren, neue Mitglieder zu werben, einen weiteren engagierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wittdün vor. „Die freiwillige Feuerwehr funktioniert nur, wenn fortlaufend neue Mitglieder gewonnen werden können. Nur so ist es möglich, die aus Altersgründen in zweite Reihe tretenden Aktiven zu ersetzen und die nötige Personalstärke für die Hilfseinsätze aufrechtzuerhalten“, verdeutlicht Ivo Dwornik.

 

„Wir können gar nicht früh genug damit anfangen, unseren Nachwuchs für die Feuerwehr zu begeistern. Am besten wäre es, wenn wir auf Amrum die Möglichkeit anbieten würden, so wie es in Thüringen auch möglich ist, bereits mit sechs Jahren in die Jugendfeuerwehr eintreten zu können. Mit zehn Jahren sind häufig bei den Mädchen und Jungen bereits anderweitige Interessen etabliert“, verdeutlicht Dwornik. Mit seinem fast fünf-jährigen (vier Wochen fehlen noch) Sohn hat er das beste Beispiel zu Hause.

 

Ivo mit Sohn “Fiete”

 

Feuerwehr ist das Größte und die Augen leuchten, wenn Fiete mit seinem Vater zum Feuerwehrgerätehaus geht. Vollausstattung, auch ein echter ausgemusterter Einsatzhelm gehört dazu, natürlich inklusive.

 

Geboren wurde der Familienvater am 17.12.1985 in Suhl in Thüringen und fand die Liebe seiner Ehefrau Stefanie im Harzkreis, wo die beiden dann auch 2008 heirateten. Die damalige Arbeitslosigkeit der Physiotherapeutin und des Maurermeisters (die Fachbezeichnung des Titels ist umfangreicher) stellten die Weichen des Paares neu. Nicht scheu die Heimat zu verlassen, bewarb sich Stefanie Dwornik im damaligen Thalassozentrum der Amrum Touristik Wittdün. Die mündliche Zusage bereits sicher, wartete das Paar auf gepackten Koffern auf den genauen Termin des Arbeitsbeginns, bis dann eines Abends endlich der Anruf kam und dann alles ganz schnell gehen musste. „Am 05. April 2009 war mein erster Arbeitstag“, berichtet Stefanie Dwornik und die erste Unterkunft war mehr als spartanisch. Nach sechs Wochen gab es dann eine Wohnung, die dann auch ein eigenes Bad bot.

 

Als wenn der Arbeitsmarkt auf Amrum nur auf den Maurermeister gewartet hätte ist er seit seinem Ankommen auf Amrum bei der Firma Maus Bau beschäftigt und bereits 2010 hatte das Paar mit dem Bau eines Eigenheims in Wittdün ihre Zukunft nachhaltig aufgestellt. „Wir fühlen uns auf Amrum sehr wohl und haben gute Freunde gefunden“, so Stefanie Dwornik „Es ging dann alles sehr schnell. Durch die Arbeit und den Fußball fand ich gleich Anschluss und freundete mich, natürlich mit freiwilligen Feuerwehrmännern an“, erinnert sich Ivo Dwornik zu gut. Fin Zimmermann gab dann auch alles, um die Feuerwehr um einen Aktiven zu bereichern. Aber auch Klaus-Peter Ottens ließ nicht locker in der Überzeugungsarbeit. „Na ja das Eigenheim war einer der guten Gründe, aber auch die Notwendigkeit auf einer Insel in der Not gut aufgestellt zu sein und zu einem starken Team zu gehören spielten eine Rolle“. Tief sitzt die Erinnerung an die groß angelegte Suchaktion nach einem Jungen im Jahr seines Beitritts 2012.

 

Realeinsatz in Wittdün und die Leute sind knapp…

Was der Feuerwehr Anwärter schnell erkannte, war die Tatsache, dass die 160 Stunden Truppmannausbildung nicht mal so an ein bis zwei Wochenenden zu schaffen sind. „Hier würde ich ganz klar für Transparenz plädieren. Es nützt nichts, wenn man den Zeitbedarf für die Ausbildung verharmlost und die Neuzugänge dann aus allen Wolken fallen“, stellt Dwornik klar. „Wer bei der Feuerwehr mitwirken möchte, der braucht eine ordentliche Ausbildung, um sicher helfen zu können und vor allem gesund wieder nach Hause zu kommen. Daher sollte es kein Hinderungsgrund sein, sich umfassend ausbilden zu lassen“. Mit entsprechenden Fachlehrgängen, wie Sprechfunker, Maschinist und Atemschutzgeräteträger und der Truppführerausbildung baute er seine Qualifikation aus. Die Gruppenführerausbildung und der Erwerb des Führerscheins CE zum Führen des Einsatzfahrzeuges sind die nächsten Ziele. Ob es dann weiter geht mit den entsprechenden Lehrgängen, um die Nachfolge vom derzeitigen Gemeindewehrführer Dietmar Hansen anzutreten, macht der 30-Jährige von dem Gruppenführerlehrgang abhängig. „Vielleicht ist es gar nicht mein Ding, die Mannschaft zu befehligen. Warten wir es ab“.

 

Derweil laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren für das Feuerwehr-Fest am kommenden Samstag. Die ganze Familie macht mit und hofft auf viele Besucher.

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