23.05.2013 / Mehrere Brandherde an einem Nachmittag…

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Die Freiwillige Feuerwehr von Norddorf mußte gestern am Donnerstag Nachmittag gleich zu zwei Brandeinsätzen und damit vier Brandherden ausrücken.

 

Um viertel nach fünf ging der erste Notruf in der Feuerwehrzentrale ein. Rauchschwaden traten aus einem Komposthaufen im Ortskern von Norddorf hervor. In Minuten vergrößerte sich der Brandherd und Flammen stießen hervor. Ein Norddorfer Feuerwehrmann in Zivil hatte seine Kameraden alarmiert, die in minutenschnelle mit ihrem Löschfahrzeug vor Ort waren. Ursache wird die Selbstentzündung von frischem Grasschnitt gewesen sein, weitere Ermittlungen würden noch folgen.

 

 

Feuer im Komposthaufen

 

Kaum wieder zu Hause ging der nächste Alarm los. Zwischen der Aussichtsdüne “a siatler” und dem Minigolfplatz hatten Insulaner einen Brandherd entdeckt, den sie mit eigenen Mitteln löschen konnten. In der Ferne sahen sie einen weiteren Brandherd im Wald und folgend noch einen dritten Brand zwischen Bäumen, Geäst und Laub. Zur Mithilfe wurde die Freiwillige Feuerwehr Nebel gerufen und gemeinsam konnten die “Waldfeuer” unter Kontrolle gebracht werden.

 

jugendliche Kokelei?

 

Jugendliche Kokelei wird bei diesen Brandherden die Ursache sein. Die Amrumer Polizei ermittelt in diesem Fall und warnt ausdrücklich vor der Waldbrandgefahr. Trockenheit und sommerliche  Temperaturen sind bestes Futter für einen Waldbrand, der durch leichtsinniges Kokeln oder achtlos weggeworfene brennende Zigaretten ausgelöst werden könnte. Warnschilder weisen auf die erhöhte Brandgefahr hin. Durch die aktuellen Ereignisse wird erneut an das Rauchverbot im Amrumer Wald hingewiesen und an die Aufsichtspflicht für Kinder und Jugendliche erinnert.

 

Wie gefährlich frischer Grasschnitt werden kann wurde ebenfalls an diesem Nachmittag deutlich. ”Wer leicht feuchten Grasschnitt auf einen offenen Komposter mit einer trockenen Oberschicht wirft, muss auch nach Stunden noch mit einer Selbstentzündung rechnen, weil Bakterien bei der Zersetzung Gase bilden”, so die Feuerwehr. Das diese vier Brände auch anders hätten ausgehen können war allen Feuerwehrmännern bewußt und nur durch die Beobachtungsgabe der Insulaner und das schnelle Handeln der Freiwilligen Feuerwehren konnte Schlimmeres verhindert werden.

 

Autorin: Kinka Tadsen

 

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