Januar 2006 / Kommers

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Auf ihrem diesjährigen Kommers bewiesen die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Wittdün einmal mehr, dass sie durch langjährige Zugehörigkeit und den Willen sich stetig ausbilden zu lassen, eine Vielzahl von Ehrungen und Beförderungen verdient haben. Hierfür sprach Jürgen Jungclaus als Amtsvorsteher und gleichzeitig in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wittdün den Kameradinnen und Kameraden seine hohe Anerkennung aus. "Man erlebt hier eine lebendige Wehr mit einer hohen Bereitschaft sich fortbilden zu lassen. Bemerkenswert sei, dass teilweise sogar gleich mehrere Lehrgänge absolviert wurden. Ich bin überzeugt und zuversichtlich, dass trotz der bevorstehenden Verwaltungsstrukturreform das Feuerwehr- und Katastrophenschutzwesen vor Ort direkt in Amrumer Hand bleiben wird. In welcher Form auch immer.  Zudem kann ich bestätigen, dass auch die Feuerwehren auf Amrum in Kürze über eine Wärmebildkamera verfügen werden", so Jungclaus.

Wehrführer Bernd Rohlmann freute sich über die Unterstützung der Amrumer Blaskapelle zum Kommers. Er beförderte Kassenwartin und Brandschutzerzieherin Petra Müller, nach einer steilen Feuerwehrkarriere mit absolvierten Lehrgängen und in Ausübung verschiedener Ämter in der Wehr, zur Löschmeisterin. Nicht weniger aktiv zeigte sich die zweite Frau im Bunde. Die neue Sicherheitsbeauftragte Susanne Jensen stieg zur Oberfeuerwehrfrau auf. Marco Grothe und Holger Peters wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Die Bandschnalle für zwanzig Jahre Feuerwehrzugehörigkeit erhielten Bernd Zimmermann, Hans-Martin Bissegger, Peter Jost und Bernd Rohlmann. Jochen Seiler für dreißig Jahre und Karl Künkel für gar fünfzig Jahre treuen Dienst zur Sicherstellung des Brandschutzes.

In seinem Jahresbericht ließ Schriftführer Wolfgang Stöck das Einsatzjahr 2005 der Wittdüner Wehr Revue passieren. Bis auf zwei Brandbekämpfungen und das außergewöhnliche Abschleppen eines Sportflugzeuges auf dem Kniepsand sowie die Absicherung beim späteren Start dominierten Übungsabende und die Teilnahme an einer kreisweiten Ölwehrübung den Einsatzbericht. Die Organisation des Biikefeuers, des Feuerwehrballs, des Kindersommerfestes, des Lottoabends und die Weihnachtsfeier für die Kinder der Mitglieder unterstrichen den hohen gesellschaftlichen und touristischen Stellenwert der Feuerwehr in der Gemeinde. Einen gelungenen Ausflug mit fünfzig Teilnehmern nach Berlin unternahmen die Mitglieder im Dezember. Die beiden Fahrzeuge der Wehr legten bei 65 Einsatzfahrten, wovon allein zehn auf das Konto der Jugendwehr gingen, 1051 Kilometer zurück.

Vor dem Hintergrund der in der Öffentlichkeit vielfach diskutierten Bedrohung durch die nun auch in Deutschland angekommene Vogelgrippe malte Nebels Wehrführer sich schon mal die Situation der Feuerwehren auf Amrum aus. "Auf uns werden sicherlich noch so einige Einsätze in Einmalanzügen zukommen, bei denen tote Vögel einzusammeln sind. Ob sie nun an der Grippe erkrankt sein könnten oder aber nur einfach so gestorben sind. Polizeihauptmeister Ralf Klein berichtete von einer erhöhten Alarmbereitschaft und der Dienstanweisung, dass gemeldete Fundorte zu sichern seien, doch ein Einsammeln oder gar Abtransport der Kadaver nicht vorgesehen ist. Hierfür gilt es das Amt Amrum zu verständigen. Ob und inwieweit Amrum betroffen sein könnte, bleibt abzuwarten. Hierzu berichtete Wolfgang Stöck als Leiter des Außenbezirks Amrum des Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning von einem Entwurf der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der sich mit dem Problemkreis der Vogelgrippe befasst. Hierin sind Verhaltensregeln zusammengefasst und eine mögliche Schutzausrüstung für den Fall der Fälle aufgezeigt. Stöck hielt für Interessierte Duplikate bereit, die er auch dem Amt zukommen lassen hat. "Man sollte nicht bis zuletzt mit den Vorkehrungen warten", so Stöck.

 

Autor: Thomas Oelers

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