2006 / Tri Tra Trullala

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Zum ersten Mal trat in der vergangenen Woche der "Amrumer Rettungskasper" im Rahmen der Brandschutzerziehung im Nebeler Kindergarten Flenerk Jongen auf. Amrums Brandschutzerzieherin Petra Müller sowie Susanne Jensen und Carmen Klein freuten sich, den Kindern zum ersten Mal ein Puppentheater präsentieren zu können, um auf die Gefahren beim Umgang mit Feuer hinzuweisen.

Entstanden war die Idee bereits im letzten Jahr als Siegfried Fischer mit dem Niebüller Feuerwehrkasper eine Vorstellung im Nebeler Kindergarten gab. Dank der großen Hilfe von Agi Keber und Michael Prieg, die eine zusammenklappbare und transportable Puppenbühne aus Holz bauten und der Unterstützung von Rüdiger Seiffert, der die Kulissen für das erste Abenteuer malte, konnte die Idee "Amrumer Rettungskasper" seit dem letzten Herbst in die Tat umgesetzt werden.  

Stoffe für die Bühne wurden besorgt und Kasperpuppen mit Hilfe der Geschwister Mats und Claas Klein ausgesucht, die stolz sogar einen Teil ihres Spielzeugs als Requisiten zur Verfügung stellten und ein kritisches Publikum während der Generalprobe waren. Eine Nebelmaschine, Geräusche von der CD sowie ein improvisierter Feuerwehrschlauch mit Wasser sorgen während der Aufführung für wirkungsvolle Effekte. Dabei wurden die Kosten möglichst gering gehalten. Bühne, Puppen und Stoff konnten dank der Feuerwehr finanziert werden. Die vielen anderen Utensilien kommen aus einem Privatfundus.

 

 

Noch steckt der Amrumer Rettungskasper in den Kinderschuhen und viele Verbesserungen sind nötig. Aber das soll die Erfahrung und Kritik durch zukünftige Auftritte bringen. Unterschiedliche Abenteuer um Kasper und seinen Freund Fiete sind geplant, die den Kindern neben der Brandschutzerziehung auch Gefahrensituationen und Verhaltensweisen aus Sicht der Polizei und des Rettungsdienstes näherbringen sollen.  

"Es ist immer schwierig, solche Puppenbühnen auf die Insel zu bekommen", weiß Susanne Jensen als Leiterin des Nebeler Kindergartens zu berichten. Für die Puppenbühnen vom Festland, egal, ob Polizei- oder Feuerwehrkasper ist es aufgrund der langen Fahrzeit immer etwas problematisch, Amrum mit in den Terminkalender aufzunehmen. Für eine viertel Stunde Theater muss meistens ein ganzer Tag eingeplant werden. Darum haben sich die drei Initiatorinnen gedacht, einen Kasper für die Insel ins Leben zu rufen, der nicht nur auf die Gefahren beim Umgang mit Feuer hinweist, sondern auch Abenteuer mit der Polizei und dem Rettungsdienst erlebt.  

"Durch die Puppenbühne kann man das Erlernte spielerisch vertiefen und es bleibt bei den Kindern besser hängen", sagt Petra Müller, die sich nach der Vorstellung im Kindergarten darüber freute, dass ihre Brandschutzerziehung bei den Kindern Früchte getragen hat.

 

 

Autorin: Carmen Klein

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