Februar 2007 / Kritik hat geholfen

Bild: Konditionstest auf der Endlosleiter
Auf der Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Norddorf hatte Wehrführer Andreas Knauer die Misere offen angesprochen, dass die Atemschutzgeräteträger seiner Wehr, als solche zurzeit nicht eingesetzt werden dürften. Damit hatte er dass ausgesprochen, was für alle bis auf vier Atemschutzgeräteträger der Amrumer Wehren zutraf.
Aufgrund der fehlenden Teilnahme an einer jährlich durchzuführenden Übungseinheit in der Trainingsstrecke der Feuerwehrzentrale Niebüll hätten die Kameraden trotz der amtsärztlichen Eignung, nicht unter Atemschutz eingesetzt werden dürfen.

Durch die Diskussion wachgerüttelt, machten sich am vergangenen Samstag gleich 16 Atemschutzgeräteträger und eine Geräteträgerin der Amrumer Wehren auf den Weg zum Festland.
Wehrführer Andreas Knauer, der an der Übung ebenfalls teilnahm, zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme an dieser wichtigen Übung. "Es kommt leider jedes Mal einer Tagesreise gleich, wenn die Feuerwehrleute der Insel Amrum ihre Zulassung als Atemschutzgeräteträger nach G 26/3 auffrischen müssen. Aber diese Pflichtübung sichert den Eigenschutz und den der Kameraden und zeigt deutlich die körperliche Verfassung eines jeden auf", erläuterte ein Teilnehmer.

Bild: mit der Wärmebildkamera wird die Übung verfolgt
Zum Einen, musste unter persönlicher Schutzausrüstung, die selber schon warm war, ein Belastungstraining durchlaufen werden. Danach galt es in Trupps und unter völliger Dunkelheit, einen vernebelten Übungskäfig kriechend, robbend und kletternd zu durchqueren. Dabei war das Team gefragt um so manche Schikane zu überwinden und nur wenn alle gemeinsam vom Einsatz zurückkehren war es ein guter Einsatz, erinnerte Knauer.
Der Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale in Niebüll, Christoph Petersen überwacht die Teilnehmer bei ihrer Übung und hat mit einer Wärmebildkamera trotz der nicht vorhandenen Sicht den Durchblick.

Wie zu erfahren war, wird im Frühjahr für weitere Kameraden einen Termin angeboten.
Im September ist dann auf Föhr die mobile Atemschutzstrecke in Kombination mit einem Brandübungscontainer das Highlight des Jahres. Hier wird die Übung so heiß und real sein, wie ansonsten nur ein Brandeinsatz sein kann.
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