19.04.2007 / Immer den Blick fürs Wesentliche behalten
Sie, das sind der ehemalige Amtswehrführer des bis zum 31.12.2006 bestehenden Amt Amrums John Willuhn und sein Stellvertreter Bernd Rohlmann, werden als letzte Besetzung dieses Amtes in die Chronik der Insel eingehen.
Um ihr Engagement für die Amrumer Feuerwehren und somit für die Amrumer Bevölkerung gebührend zu würdigen, wurden sie im Rahmen einer Feierstunde offiziell verabschiedet.
Nach dem bekannt werden der bevorstehenden Fusion der Ämter Amrum, Föhr Land und der Stadt Wyk im Zuge der Verwaltungsstrukturreform im vergangenen Jahr, wurden die bereits als Nachfolger designierten Klaus-Peter Ottens und Petra Müller nicht mehr vom Amtsausschuss vereidigt. Stattdessen bat man die Amtsinhaber ihre Dienstzeit, die eigentlich am 25.08.2006 beendet gewesen wäre, bis zum 31.12. weiter zu machen.

Bild: John Willuhn und Bernd Rohlmann
Als Vertreter des Amtes Föhr-Amrum sprach der stellvertretende Amtsvorsteher Peter Koßmann John Willuhn und Bernd Rohlmann seinen herzlichsten Dank für die über sechs Jahre persönliche Initiative für das Wohl der Insel Amrum aus. Als Anerkennung hierfür überreichte er beiden eine goldene Insel Amrum Anstecknadel und die Amrum-Chroniken aus den Jahren 1987 und 2000.
Amtsdirektorin Renate Gehrmann dankte Willuhn und Rohlmann ebenfalls für ihren Einsatz. Wie sie bemerkte, gäbe es aufgrund der Auflösung des Amtes Amrum keine offizielle Entlassungsurkunde für diese Ämter mehr.
Der Kreiswehrführer Christian Albertsen freute sich, dass die gemeinsame Amtszeit mit dem nun verabschiedeten Amtswehrführer und seinem Stellvertreter von einer guten Zusammenarbeit gezeichnet war. "Ihr habt das auf der Insel immer gut hinbekommen. "Das Inselrecht vor Bundesrecht geht, ist mir heute Nachmittag bei einer Tasse Kaffee nochmal von offizieller Seite bestätigt worden", berichtete Albertsen amüsiert.
Der Amtswehrführer des Amtes Föhr-Amrum Joachim Christiansen sah in der gemeinsamen Zeit eine gewaltige Zusammenarbeit zwischen den Insel Wehren. Die Föhr-Amrumer Feuerwehrkameradschaft wurde nicht zuletzt durch die starke Initiative von Bernd Rohlmann und John Willuhn zusammengehalten. Für die letzten 50 Arbeitstage im Berufsleben wünschte er Willuhn alles Gute.
Nicht als ehemaliger Amtsvorsteher wollte Jürgen Jungclaus seine Grußworte verstanden sehen, sondern als Leiter der Führungsabschnittsstelle für die Abwehr von Katastrophen. "Mir ist es ein persönliches Anliegen den Beiden für ihre gute Arbeit zu danken. Die Feuerwehr als eine Institution der Hilfeleistung und bei der Betrachtung der Vielfältigkeit der Aufgaben kann man sicherlich vom "Mädchen für alles" sprechen, ist auf den Inseln wo es im Ernstfall keine Bundeswehr und THW zur Unterstützung gibt eine der wichtigsten Einrichtungen. Wenn es zu einer Katastrophe kommen sollte, kann die eigenständig handelnde Abschnittsführungsstelle nur so gut funktionieren, wie die Truppe der Feuerwehr funktioniert. Auch wenn die Havarie der "Pallas" nicht als Katastrophe eingestuft wurde, bewiesen die Feuerwehren der Insel ihre Leistungsfähigkeit für das Wohl Amrums", so Jungclaus. Auch im Namen aller Amrumer sprach er seinen aufrichtigen Dank aus.

Norddorfs Gemeindewehrführer Andreas Knauer versicherte Willuhn, dass er ja nun nicht einfach vom Fenster verschwunden sei. Als Mitglied der Norddorfer Feuerwehr stehe er, auch wenn er es jetzt eher aus der zweiten Reihe angehen lassen würde, immer noch mitten drin. Als die Amtszeit als Amtswehrführer begann, hatte Willuhn sein Amt als Gemeindewehrführer an seinen Nachfolger Knauer abgegeben. Der nach eigenem Bekunden eine gut strukturierte Mannschaft übernahm. Nicht zu vergessen sei in seiner Amtszeit der Ausflug zu den New York Firefighter, erinnerte Knauer, bei dem "Die Nummer 1", John Willuhn die einzelnen Mitglieder der Wehren als die Feuerwehr Amrum durch New York geführt hat. Bernd Rohlmann, der als Wittdüns Gemeindewehrführer auch weiterhin in der ersten Reihe steht, hatte bei der Beschaffung von Lehrgangsplätzen an der Landesfeuerwehrschule immer einen besonders guten Draht, lobte Knauer.
Nebels stellvertretender Bürgermeister Bernd Dell-Missier sprach Willuhn seine tiefe persönliche Anerkennung aus und lobte den Zusammenhalt der Amrumer Feuerwehren sowie Willuhns Blick für das Wesentliche.
John Willuhn sprach im Gegenzuge allen Mitwirkenden von Feuerwehr, Politik und Verwaltung in seiner etwas über 6 Jahren dauernden Amtszeit seinen Dank für die gute Kooperation und Hilfe bei der Ausübung seines Amtes aus. "Es hat mir wirklich Spaß gemacht".
Besonders bedankte er sich bei seinem Stellvertreter für die harmonische Stimmung. "Wenn es mal Probleme gab, konnte man mit einem Gespräch zwischendurch für eine rasche Klärung sorgen".
Seinem Amtsnachfolger Klaus-Peter Ottens wünschte er eine glückliche Hand bei der Ausübung seines Postens und sah den Erhalt der Kameradschaft mit den Föhrer Feuerwehren als sehr wichtig an.
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